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Mit hybridem Volldampf ins Bildungsjahr 2021

Wir, die SEMCO Software Engineering GmbH, bieten seit 2012 eine webbasierte Seminarverwaltungssoftware besonders für Anbieter von mehrtägigen Bildungsveranstaltungen im betrieblichen Umfeld, die bis Anfang des Jahres noch in Seminarhotels und Tagungszentren stattfanden. Nach der im März erfolgten fast sprichwörtlichen Vollbremsung für Präsenzveranstaltungen, waren natürlich auch unsere Kunden gezwungen, im Schnellverfahren auf digitale Trainingsformate umzusteigen, um ihren Schulungsbetrieb aufrechtzuerhalten und ihren Fortbestand als Unternehmen zu sichern. Was aus der Not geboren wurde, mündet inzwischen auf fast natürliche Weise in einen Wandel in Richtung Digitalisierung, der die Bildungslandschaft der Zukunft nachhaltig prägen wird. Dabei kristallisieren sich nach unseren Beobachtungen die folgenden Schwerpunkte heraus:

 

  1. Alle Wege führen zur Cloud

 

Schon die Verlagerung der täglichen Arbeit ihrer Mitarbeiter ins Home Office macht die verstärkte Nutzung von Cloud-basierten Softwarelösungen für Unternehmen aller Branchen zu einer nahezu unabdingbaren Voraussetzung. Das gleiche gilt in hohem Maße für die Durchführung von Online-Bildungsveranstaltungen im B2B-Geschäft, da die Verwendung von Webinarsoftware, die auf Firmenrechnern installieren werden muss, in den meisten Unternehmen aus Sicherheitsgründen strikt untersagt ist.

 

  1. Kundensicherheit als oberste Priorität

 

Zählte im Frühjahr nur die Geschwindigkeit, mit der man als Seminaranbieter den Umzug in die virtuelle Bildungswelt bewältigte, wendet man sich nunmehr der Revision der bisher im Online-Training eingesetzten Softwareprodukte und der zukünftigen Ausrichtung in dieser Hinsicht zu. Dabei geht der Trend sowohl bei der Webinar-Durchführung als auch in der Bildungsverwaltung eindeutig hin zu deutschen Softwareanbietern, die ein Datenhosting in deutschen Rechenzentren und damit 100 %-ige DSGVO-Konformität garantieren. Exemplarisch seien hier die Webinarsoftware edudip next der Firma edudip GmbH aus Aachen und unser eigenes Produkt SEMCO Seminare und Firmenkurse genannt.

 

  1. Automatisierung von Geschäftsprozessen

 

Bei der Verwaltung eines variantenreicher werdenden Bildungsangebots, das sowohl klassische Präsenzveranstaltungen als auch Online-Seminare und Hybrid-Angebote mit einem Mix aus Präsenz- und virtuellem Training umfasst, ist eine Automatisierung der Geschäftsprozesse beinahe unumgänglich. In schneller Abfolge werden Kundenbuchungen getätigt, Buchungen storniert, Präsenzveranstaltungen in Webinare umgewandelt oder umgekehrt. Dabei müssen alle Informationen rund um das eigene Bildungsangebot aktuell gehalten werden. Dies galt selbstverständlich auch schon für Bildungsangebote, die ausschließlich in Präsenzform durchgeführt wurden. Die Herausforderung steigt allerdings mit der Hinzunahme virtueller Trainings, da mit dem zur Durchführung notwendigen Webinartool eine zweite Software, und damit ein zweites System, hinzukommt. SEMCO hat darauf reagiert und mit der Integration von edudip Next dafür gesorgt, dass der Echtzeit-Datenaustausch zwischen den beiden Anwendungen jederzeit reibungslos funktioniert und alle das Seminarangebot betreffenden Daten in einem System, SEMCO, verbleiben.

 

  1. Es geht auch online – aber nicht nur!

 

Den bereits angesprochenen „Hybrid-Veranstaltungen“, also dem Mix aus Online- und Präsenzveranstaltung, wird die Zukunft gehören. Triftige Gründe hierfür liegen, auch jenseits aller gesundheitspolitischen Erwägungen, klar auf der Hand: Online-Seminare können aufgezeichnet und von den Teilnehmern beliebig oft zur Verinnerlichung des Lernstoffs angesehen werden. Gruppenaktivitäten lassen sich im virtuellen Lernraum eindeutig besser durchführen und vom Dozenten betreuen. Und nicht zu vergessen: die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in Online-Seminaren weiterbilden, sparen beträchtlich bei den Reise- und Unterbringungskosten. Doch trotz dieser unbestreitbaren Vorteile, fehlt der virtuellen Bildung mit dem persönlichen Kontakt zum Dozenten und zur Lerngruppe etwas so Entscheidendes, dass zumindest eine Teilrückkehr zum Präsenztraining als sicher vorausgesetzt werden darf.

 

 

  1. Vom Seminarhotel zum Event-Veranstalter 360

 

Die Gestaltungsmöglichkeiten von hybriden Bildungsveranstaltungen sind vielfältig und lassen sich passgenau an den zentralen Erfolgskriterien, bestmögliches Bildungs- und Networking-Ergebnis ausrichten. So wäre es bei einer fünftägigen Seminarveranstaltung z.B. denkbar, dass eine dreitägige intensive Input-Phase als Webinar durchgeführt und eine zweitägige Präsenzveranstaltung zur Wiederholung und Intensivierung des Gelernten, dem Ablegen der Abschlussprüfung und zum sozialen Austausch angeschlossen wird. Für eine solcherart hybride Seminardurchführung braucht es freilich eine passgenaue IT-Infrastruktur vor Ort in den Seminarhotels und Tagungsstätten. Leistungsfähige Rechner auf dem neuesten Stand der Technik, stabile und sichere Datenleitungen, hochwertige und ausreichend große Bildschirme müssen zur selbstverständlichen Grundausstattung gehören, damit Online-Schulungen und Präsenzveranstaltungen gleichermaßen professionell und erfolgreich vor Ort im Tagungszentrum durchgeführt werden können.

 

Es dürfte außer Frage stehen, dass Bildungsanbieter in Zukunft die Zusammenarbeit mit solchen Seminarhotels suchen werden, die die oben genannten Anforderungen erfüllen. Umgekehrt entsteht für Tagungsorte dann ein echter Wettbewerbsvorteil, wenn sie die Zeichen der Zeit erkennen und frühzeitig von Präsenzbetrieb auf Hybridantrieb umstellen!

 

Zum Autor:

Francesco Cassano ist freier Autor der Firma SEMCO Software Engineering GmbH. Er veröffentlich regelmäßig Artikel zu den Themen Bildungsmanagement und Digitalisierung.

 

 

 

 

 

 

 

 

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