MVGM übernimmt wieder den Betrieb der Magdeburger Stadthalle

Stadtrat entscheidet über Vergabe an die stadteigene Messe- und Veranstaltungsgesellschaft

Die Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg GmbH (MVGM) übernimmt den Betrieb der Magdeburger Stadthalle und der angrenzenden Event-Plaza. Das hat der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen. Nach der laufenden Sanierung kehrt die Stadthalle damit zur Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Magdeburg zurück. Schon vor Beginn der Bauarbeiten im Jahr 2021 gehörte sie zu ihrem Hallenverbund. Auf der Rotehorninsel entsteht so ein zusammenhängender Veranstaltungsstandort: Stadthalle, Hyparschale, Event-Plaza und Albinmüller-Turm werden organisatorisch und wirtschaftlich zusammengeführt.

Die MVGM kann die Häuser und Flächen künftig aus einer Hand vermarkten und je nach Format kombinieren. „Wir freuen uns über den Zuschlag und das Vertrauen der Landeshauptstadt und des Stadtrats. Künftig betreiben wir hier nicht nur ein Haus, sondern mehrere sehr unterschiedliche Veranstaltungsorte in einem zusammenhängenden Areal“, sagt MVGM-Geschäftsführer Steffen Schüller. Der Stadthalle misst er eine herausgehobene Bedeutung zu: „Viele Menschen verbinden persönliche Erinnerungen mit diesem Haus. Jetzt wollen wir die Tradition mit einem modernen Veranstaltungsbetrieb verbinden und in Verknüpfung mit Hyparschale und Event-Plaza auch neue Formate in Magdeburg etablieren.“

Veranstalter können die verschiedenen Orte künftig einzeln oder gemeinsam nutzen. Schwerpunkt liegt auf Konzerten jeder Art und Shows. Aber auch Konferenzen und Businessevents sollen in der stilvollen Location stattfinden. Für kleinere Events stehen in der Stadthalle der Blüthnersaal, der Kleine Saal und Besprechungsräume zur Verfügung. Für Open-Air-Konzerte und Shows gibt es mit der Event-Plaza künftig ein eigenes Areal zwischen Stadthalle und Hyparschale. Auf einer Fläche von rund 5.600 Quadratmetern bietet sie bis zu 16.800 Stehplätze.

Herzstück des Areals wird die denkmalgeschützte Stadthalle, ein im Jahr 1927 nach Plänen des Architekten Johannes Göderitz errichteter Monumentalbau. Die Wiedereröffnung ist 100 Jahre nach ihrem Bau für 2027 geplant. Im Großen Saal wurde die Ausrichtung um 180 Grad gedreht. Die Bühne wandert von der Süd- auf die Nordseite. Dort gibt es ein neues Bühnenhaus. Künftig kann die Anlieferung ebenerdig direkt an die Bühne erfolgen. Neue Bühnen-, Licht-, Audio- und Videotechnik soll unterschiedlichste Produktionen ermöglichen.

Bis zu 3.600 Gäste finden im Großen Saal künftig Platz. Sechs Hubpodien auf der Parkettebene sorgen für flexible Nutzung und bessere Sicht. Auf der Empore gibt es feste Plätze. Ein spezielles Akustiksystem schafft optimale Bedingungen für klassische Musik, Sinfonik, Musical und Operette. Auch der Blüthnersaal wird nach historischem Vorbild gestaltet und technisch modern ausgestattet. Der Kleine Saal lässt sich mit mobilen Trennwänden in bis zu drei Seminarräume teilen. Zwei überdachte Lichthöfe können als Aufenthalts-, Tagungs- oder Ausstellungsflächen dienen. Hinzu kommen ein Multifunktionsfoyer mit Balkonanbindung, seitliche Wandelgänge sowie der Eingangsbereich und das Garderobenfoyer.

 

Hintergrund: Zum Portfolio der MVGM gehören die GETEC-Arena, die Avnet Arena, das AMO Kulturhaus, die Johanniskirche, der Elbauenpark mit Jahrtausendturm, Seebühne und MDCC-Parkbühne, die Messehallen, die Hyparschale, der Albinmüller-Turm und künftig wieder die Stadthalle Magdeburg. Rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten für die städtische Gesellschaft.

 

 

Veranstalter: Messe- und Veranstaltungsgesellschaft Magdeburg (MVGM) GmbH
Geschäftsführer Steffen Schüller, Tessenowstraße 5a, 39114 Magdeburg
Jana Bork, Marketing
Tel.: 0391 8861-0; E-Mail: presse@mvgm.de

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