Investitionen 2027: Was Tagungs- und Veranstaltungshäuser jetzt planen sollten

Sechs Fragen an Fördermittelberaterin Elke Wörner

Neue Heizung, moderne Technik, mehr Barrierefreiheit: Viele Häuser haben für 2027 große Vorhaben. Wir haben Elke Wörner gefragt, wie Geschäftsführer diese Investitionen sinnvoll vorbereiten und mit Fördermitteln besser finanzieren können.

Frau Wörner, Sie begleiten Tagungs- und Veranstaltungshäuser bei Investitionen. Welche Themen stehen dort gerade oben auf der Liste?

Ganz klar die Energie. Viele Häuser haben große Säle, lange Betriebszeiten und eine Heiztechnik, die in die Jahre gekommen ist. Die Kosten sind gestiegen, und gleichzeitig wird die Frage drängender, wie man künftig ohne Öl und Gas heizt. Dazu kommen Investitionen in Veranstaltungstechnik, in die Digitalisierung von Buchung und Abrechnung und in die Barrierefreiheit. Für fast alle diese Vorhaben gibt es Förderprogramme. Entscheidend ist, sie rechtzeitig und in der richtigen Reihenfolge zu nutzen.

Beim Thema Wärme sind viele Häuser unsicher. Wie gehen Sie da vor?

Am Anfang steht nicht der Förderantrag, sondern die Frage, welche Alternativen für das Gebäude überhaupt infrage kommen: Wärmepumpe, Anschluss an ein Wärmenetz, Nutzung von Abwärme oder eine Kombination. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Maßnahmen an der Gebäudehülle vorher sinnvoll oder notwendig sind. Ein wichtiger erster Schritt kann eine Energieberatung für Nichtwohngebäude sein. Diese wird vom Bund aktuell mit 50 Prozent bezuschusst. Darauf aufbauend lässt sich dann entscheiden, welche Maßnahmen technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind. Für die Umsetzung gibt es anschließend Zuschüsse und zinsgünstige Kredite des Bundes für Heizung, Gebäudehülle und Anlagentechnik, ergänzt um Programme der Länder.

Was ist der häufigste Fehler, den Sie bei Förderungen sehen?

Dass der Auftrag vor dem Antrag kommt. Bei vielen Programmen gilt: Wer den Liefer- oder Bauvertrag bereits unterschrieben hat, kann die Förderung verlieren oder ist von ihr ausgeschlossen. Der zweite Fehler ist, Programme einzeln zu betrachten. Oft lassen sich Beratung, Investition und Finanzierung so kombinieren, dass am Ende deutlich mehr herauskommt. Und drittens: zu spät anfangen. Gute Planung braucht ein paar Monate Vorlauf.

Warum lohnt es sich, gerade jetzt zum Jahresende darüber zu sprechen?

Weil jetzt die Budgets und Investitionen für 2027 geplant werden. Wer im Dezember weiß, was im nächsten Jahr ansteht, kann die Anträge rechtzeitig stellen, bevor Aufträge vergeben werden. Hinzu kommt, dass sich Förderbedingungen laufend ändern. Bei der Gebäudeförderung gelten zum Beispiel seit diesem Sommer neue Regeln. Und es gibt noch einen zweiten Grund, jetzt zu handeln: Für privatwirtschaftlich geführte Häuser kann die geförderte Unternehmensberatung des BAFA nach heutigem Stand nur noch bis zum 31.12.2026 beantragt werden. Wer seine strategische Ausrichtung, Digitalisierung oder Investitionsplanung für 2027 mit externer Beratung auf den Prüfstand stellen möchte, sollte dieses Zeitfenster kennen.

Gilt das auch für Häuser in kommunaler oder gemeinnütziger Trägerschaft?

Für die meisten Investitionsprogramme ja. Die Energie- und Gebäudeförderung des Bundes steht auch kommunalen Unternehmen und gemeinnützigen Trägern offen. Ausgeschlossen sind sie vor allem bei der geförderten Unternehmensberatung des BAFA. Deshalb lohnt es sich, für jedes Haus einzeln zu schauen, welche Wege offenstehen.

Wie läuft ein Gespräch mit Ihnen zur Planung 2027 ab?

Ich schaue mir nicht einzelne Programme an, sondern das gesamte Vorhaben: Was will das Haus in den nächsten Jahren erreichen, welche Investitionen gehören dazu, und wie passen sie zur finanziellen Lage? Daraus entwickeln wir gemeinsam eine Förder- und Finanzierungsstrategie: welche Programme passen, wie sie sich kombinieren lassen und in welcher Reihenfolge die Förderanträge sinnvollerweise gestellt werden. Am Ende steht ein klarer Fahrplan mit Fristen. So wird aus einer langen Wunschliste ein Plan, den die Geschäftsführung tragen kann.

Wer die Förder- und Finanzierungsplanung für 2027 gemeinsam angehen möchte, kann mit Elke Wörner ein kostenfreies Erstgespräch vereinbaren: https://calendly.com/elkewoerner/30min?utm_source=degefest&utm_medium=newsletter&utm_campaign=nl-interview-2027

Elke Wörner begleitet seit über 20 Jahren Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen bei Investitionsvorhaben und entwickelt daraus passende Förder- und Finanzierungsstrategien.

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